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Logo im QR-Code: so bleibt der Code scannbar

August 31, 2026

Ein Logo in der Mitte eines QR-Codes hebt die Scanrate, weil ein gebrandeter Code absichtsvoll wirkt statt wie ein fremder Aufkleber am Laternenmast. Es verdeckt aber auch Daten. Der Trick liegt darin, genau zu wissen, wie viel Abdeckung der Code verträgt.

Warum das überhaupt funktioniert

QR-Codes enthalten Reed-Solomon-Fehlerkorrektur: redundante Daten, mit denen ein Reader nicht sichtbare Module rekonstruiert. Deshalb scannt ein Code auch mit Kaffeefleck. Ein Logo ist nichts anderes als absichtliche Beschädigung.

Es gibt vier Stufen:

Stufe Wiederherstellung Geeignet für
L ~7% nur Bildschirm, kein Logo
M ~15% sauberer Druck, kein Logo
Q ~25% normaler Druck, kleines Logo
H ~30% Logos, Verpackung, außen

Wie groß darf das Logo sein?

Unter 30% der Codebreite bleiben und bei Logo immer Stufe H verwenden.

Entscheidend ist die Fläche, und Fläche wächst quadratisch: Ein Logo mit 40% Breite deckt 16% der Fläche ab - aber konzentriert an einer Stelle, was die Fehlerkorrektur schlechter verkraftet als verteilte Beschädigung. Praktisch heißt das:

  • Bis 20% Breite - mit Stufe Q oder H unkritisch. Der ideale Bereich.
  • 20-30% - Stufe H verwenden und auf mehreren Geräten testen.
  • Über 30% - mit Ausfällen rechnen, besonders auf älteren Handys und bei schlechtem Licht.
Logo-Abdeckung bei 15, 25, 35 und 50 Prozent der Codebreite und der jeweils verdeckte Flächenanteil.
Logo-Abdeckung bei 15, 25, 35 und 50 Prozent der Codebreite und der jeweils verdeckte Flächenanteil.

Unser Editor stellt die Fehlerkorrektur beim Hinzufügen eines Logos automatisch auf Hoch, und die Scanbarkeitsanzeige warnt bei zu großem Logo.

Immer mittig

Die drei großen Quadrate in den Ecken sind Suchmuster, das kleinere ist ein Ausrichtungsmuster. Ein Reader findet den Code über sie. Wird eines verdeckt, scheitert der Scan nicht elegant - der Reader erkennt gar nicht erst, dass dort ein Code ist.

Die Mitte ist der einzige sichere Platz. Alles Außermittige riskiert das Ausrichtungsmuster.

Dem Logo Abstand geben

Ein direkt auf die Module gesetztes Logo verschwimmt mit ihnen. Ein kleiner Freiraum ringsum - die Option “Hintergrund hinter dem Logo entfernen” in unserem Editor - liest sich besser und scannt besser.

Einfaches, kontrastreiches Logo verwenden

Die Mitte eines QR-Codes ist eine winzige Fläche. Eine Wortmarke mit Claim ist bei 5 mm unlesbar und kostet Daten für nichts.

  • Bildmarke statt komplettem Logo. Das Icon, nicht Icon plus Schriftzug.
  • Flächige Formen schlagen feine Linien.
  • Verläufe vermeiden, die zur Hintergrundfarbe hin auslaufen.
  • Einfarbig ist oft besser: die Bildmarke in Ihrer Markenfarbe wirkt bewusst gesetzt und bleibt lesbar.

Wer keine geeignete Marke hat, findet in unserem Editor einfache Symbole - WLAN, Mail, Telefon, Kalender, Standort und weitere -, die für diese Fläche besser taugen als die meisten Firmenlogos.

Kontrast bleibt Kontrast

Ein Logo ändert nichts an den Regeln für den Code drumherum: dunkle Module auf hellem Grund, mindestens 4,5:1 Kontrast, Ruhezone frei. Eine zu helle Markenfarbe scheitert mit und ohne Logo.

Richtig testen

Ein Logo macht den Code per Definition grenzwertiger. Testen Sie:

  • auf zwei Geräten, einmal iOS und einmal Android
  • aus der echten Scan-Entfernung
  • bei dem Licht, das später herrscht
  • vom Probedruck, nicht vom Bildschirm

Wenn es hakt, das Logo um 5% verkleinern. Das genügt fast immer.

Schritt für Schritt

  1. QR-Code-Generator öffnen und Inhalt eingeben.
  2. Im Reiter Logo die eigene Marke hochladen oder ein Symbol wählen.
  3. Logo-Größe bei höchstens 25% halten.
  4. Fehlerkorrektur auf Hoch lassen - wird beim Logo automatisch gesetzt.
  5. Hintergrund hinter dem Logo entfernen für saubere Kanten aktivieren.
  6. Prüfen, dass die Scanbarkeit auf Gut steht.
  7. SVG für Druck, PNG für Bildschirm exportieren.

Der erste Download ist kostenlos.